Buchen
Anreise
Abreise
Personen
Kontakt
15.04.2026

Gemeinde Samerberg appelliert an laute Biker

Mit ADAC-Beschilderung gegen Motorradlärm

Schon oft lag beim Samerberger Gemeinderat das Thema um laute Motorradfahrer und Lärmemissionen nahe den Wohngebieten auf dem Tisch. In der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündete der noch amtierende erste Bürgermeister Georg Huber nun eine aktuelle Kampagne des ADAC, welche auch in der Gemeinde Samerberg umgesetzt werden soll. Bereits eine Woche nach der Gemeinderatssitzung werden nun die ersten Schilder zwischen der Aussicht im Ortsteil Obereck und dem Ortsteil Törwang installiert. Erster Bürgermeister Georg Huber betonte: "In Zusammenarbeit mit dem ADAC beteiligen wir uns an der Aktion „Leise kommt an.“ Mit dieser Beschilderungsaktion wollen wir Motorradfahrer für rücksichtsvolles Fahren sensibilisieren, um Lärmbelästigung zu reduzieren und Streckensperrungen zu verhindern."
 

Beschilderung gegen Motorradlärm

Auf dem Foto von links: Bernd Emmrich Stauberater-Chef des ADAC Südbayern, Christina Pfaffinger Geschäftsführerin Chiemsee-Alpenland-Tourismus, Monika Schimanski Leiterin Touristinformation am Samerberg, Georg Huber erster Bürgermeister Gemeinde Samerberg, Josef Hamberger Leiter des Bauhofs am Samerberg, im Hintergrund die Aussichtskapelle am Samerberg, beliebter Hotspot bei Bikern.

An schönen Tagen seien bei der Aussichtskapelle am Samerberg teilweise über 70 Motorradfahrer zu zählen, welche beim Weiterfahren gerne ihre Motoren aufheulen ließen.   Bereits über 200 Kommunen würden die kostenlosen ADAC-Hinweisschilder bereits nutzen, die zu angepasster Fahrweise aufrufen sollen.


Beim Ortstermin an der Aussicht in Obereck waren auch die Vertreterinnen des Tourismus dabei. Monika Schimanski, Leiterin der Tourist Information am Samerberg und Christina Pfaffinger Geschäftsführerin von Chiemsee-Alpenland-Tourismus betonten die Wichtigkeit nicht nur für die Anlieger, sondern auch für den touristischen Bereich. Mit dieser Kampagne würden Anwohner und Touristen gleichermaßen sehen, dass etwas getan wird. Sie wollen damit ein Zeichen setzten, dass sich um das Problem gekümmert wird. Die Aufenthaltsqualität eines Ortes und auch die Lebensqualität für die Bewohner müssen gleichermaßen geschützt werden und tragen maßgeblich zum Wohlbefinden der Bevölkerung bei. 
Bernd Emmrich, Stauberater-Chef des ADAC Südbayern betonte, dass die Problematik um das Thema Motorradlärm vielerorts bekannt sei und auch im Motorradland Bayern immer mehr zunehme. Für die einen sei es Motorensound, für die anderen nur unerträglicher Krach. So würden von Lärmemissionen stark betroffene Anwohner immer öfter Alarm schlagen und extreme Maßnahmen, wie Fahrverbote und Streckensperrungen für Motorradfahrer fordern. Aus diesem Grund habe der ADAC in Bayern die Aktion „Leise kommt an!“ ins Leben gerufen.

Ziel sei es, Biker für eine rücksichtsvollere Fahrweise und für ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Es soll ein Bewusstsein für die Lärmproblematik geschaffen werden, ohne die Mobilität einzuschränken. Gleichzeitig weißt der ADAC auch darauf hin, dass Fahrverbote keine Lösung darstellen. Kollektivstrafen, wie Streckensperrungen, Fahrverbote oder Grenzwerte, würden nicht zur Lösung des Problems beitragen, da die meisten Motorradfahrer vernünftig unterwegs seien. Viel mehr setzte der Club auf gezielte Kontrollen und die Ahndung von Verstößen. Etwa von den wenigen Bikern, die mit manipulierten Auspuffanlagen für Krach sorgen. Am einfachsten lasse sich der unnötige Lärmausstoß laut ADAC aber schlicht mit der Hand am Gasgriff regulieren, weshalb die Aktion „Leise kommt an“ initiiert wurde.
 

ADAC Beschilderung gegen Motorradlärm


Insgesamt stellt der ADAC gratis 20 unterschiedliche Motive mit Aufschriften wie „Leise fahren. Lärm ersparen!“ oder „Bitte nicht röööhren!“ zur Verfügung, mit denen die jeweiligen Gemeinden Schilder produzieren lassen können. Zudem stellt der ADAC in Bayern insgesamt zwei elektronische Lärmdisplays zum Ausleihen bereit, die bei Überschreiten der Lärmschwelle zu leiserem Fahren aufrufen.

Kooperationspartner des Projekts sind das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr sowie das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Integration und Sport, welche die Aktion im Rahmen des Programms „Bayern mobil, sicher ans Ziel – Verkehrssicherheit 2030“ unterstützen.

Text und Fotos: Susanne Deindl

 

Cookie Einstellungen

Wir setzen automatisiert nur technisch notwendige Cookies, deren Daten von uns nicht weitergegeben werden und ausschließlich zur Bereitstellung der Funktionalität dieser Seite dienen.

Außerdem verwenden wir Cookies, die Ihr Verhalten beim Besuch der Webseiten messen, um das Interesse unserer Besucher besser kennen zu lernen. Wir erheben dabei nur pseudonyme Daten, eine Identifikation Ihrer Person erfolgt nicht.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.