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23.01.2026

Feuerwehrbedarfsplan im Gemeinderat vorgestellt

Umfangreiches Maßnahmenpaket in den kommenden Jahren notwendig

„Auch wenn wir drei schlagkräftige Feuerwehren und funktionelle Feuerwehrhäuser haben, so bleibt die Sicherstellung des Brandschutzes eine Daueraufgabe für die Zukunft“, so kommentierte Bürgermeister Georg Huber den erstmals vorgelegten Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde. Er geht auf die Initiative der beiden Gemeinderäte Thomas Schmid und Wolfgang Ull zurück, die 2025 ein entsprechendes Gutachten beantragt hatten.

Der Plan legt die strategische Ausrichtung der örtlichen Feuerwehren Grainbach, Roßholzen-Steinkirchen und Törwang fest und skizziert konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung der Abdeckung, Sicherheitsstandards und Einsatzbereitschaft.

Der Sachverständige Tobias Weigert erläuterte den Gemeinderäten und den zahlreich anwesenden Samerberger Feuerwehrleuten die Inhalte des über 200 Seiten umfassenden Plans. Auch die Spitze der Kreisbrandinspektion des Landkreises Rosenheim war mit Kreisbrandrat Richard Schrank sowie den beiden Kreisbrandmeistern Joachim Buchmann und Franz Aichinger in der Sitzung vertreten.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus Sicht des Gutachters ist die enorme Schwierigkeit, innerhalb der gesetzlich geforderten 10 Minuten Hilfsfrist in allen Samerberger Ortsteilen eine leistungsfähige Feuerwehrstruktur sicherzustellen.

Der Plan analysiert Ist- und Sollzustände der Einsatzbelastung, Gebäude- und Straßensituation, der Löschwasserversorgung sowie die Personal- und Fahrzeugkapazitäten. Die Schutzziele konzentrieren sich auf Brand-, Technische Hilfeleistungs-, ABC- und Wasser-Einsätze; der Schwerpunkt liegt auf der Absicherung des Grundschutzes und der Bereitschaft zur Unterstützung benachbarter Gemeinden.

Wichtig wird das Konzept für den Gemeinderat, wenn größere Neuanschaffungen, wie zum Beispiel neue Fahrzeuge anstehen. Für Grainbach wird ein LF 20 KatS als Ersatz für das bestehende LF 8/6 empfohlen. Zuletzt haben sich die Grainbacher und der Gemeinderat für ein LF 10 ausgesprochen.

Erforderlich seien laut Feuerwehr-Bedarfsplan auch etliche Maßnahmen zur Sicherstellung von Löschwasser über lange Wegstrecken, die Ertüchtigung von Wasserentnahmestellen sowie eine bessere Hydranten-Beschilderung.

Ebenso heißt es in dem Papier, dass alle drei Feuerwehrhäuser auf dem Samerberg baulich ertüchtigt werden müssen, insbesondere hinsichtlich Sicherheit, Brandschutz, Lager- und Werkstattflächen, sowie Notstromversorgung.
Auch die Pflicht der Gemeinde zur Feuerbeschau zur frühzeitigen Erkennung von Brandgefahren in Objekten müsse erfüllt werden, ergänzte Kreisbrandrat Richard Schrank.

Gemeinderatssitzung Samerberg 20.01.2026 Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplanes

Tobias Weigert (Bild vorne) stellt den Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Samerberg in der Gemeinderatssitzung vor.

Richard Schrank betonte, dass trotz aller Maßnahmen eine vollständige Abdeckung des gesamten Gemeindegebiets innerhalb der Hilfsfrist langfristig nicht vollständig realisierbar ist. Die Behörden empfehlen daher eine Kombination aus Fahrzeug- und Standortoptimierung sowie organisatorischen Maßnahmen.

„Auch wenn der Plan keine rechtlichen Auswirkungen hat, so dient er nun als wichtige und fundierte Grundlage für die künftige Ausrichtung unserer Wehren“, so Bürgermeister Georg Huber. Er bedankte sich beim Gutachter Tobias Weigert, der Kreisbrandinspektion, den Kommandanten der Samerberger Wehren und der Verwaltung im Rathaus für die Mitarbeit an dem Planwerk.

HIer der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Samerberg:

Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Samerberg6.60 MB

 

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